Familientag 2021

Datum: 12. Juni 2021, 10:00 Uhr
Ort: Langenthal, FEG

Fröhlicher Familientag in Langenthal

Nach drei Jahren Pause durften wir endlich wieder zu einem Familientag einladen. Noch mitten in der Coronapandemie hat Lukas Bütikofer mit seinem Team die Planung vorangetrieben; immer in der Hoffnung, dass die notwendigen Lockerungen der behördlich angeordneten Einschränkungen rechtzeitig kommen werden.
Der Mut hat sich ausgezahlt. Fünf Familien respektive 26 Erwachsene und Kinder haben sich auf das Treffen gefreut und sind zwischen 9 und 10 Uhr in der FEG Langenthal eingetroffen. Nach einem Willkommenskaffee mit Züpfe lud Christoph Fankhauser Gross und Klein zum Warm-up ein. Christoph hat sich in den letzten Durchführungen der Familientage in die Herzen Aller gesungen und musiziert und ist eigentlich kaum mehr wegzudenken. Ihm gelingt es immer wieder und in kurzer Zeit, allfälliges Eis zu brechen und für Bewegung zu sorgen.

Anschliessend ging es in separaten Programmen weiter. Die Kinder wurden von Franziska Bütikofer und ihrem Betreuungsteam übernommen. Gespannt lauschten alle der Geschichte von Herrn Glück und Frau Unglück, die plötzlich und unverhofft nebeneinander wohnten. Das Haus von Herr Glück war farbig und hell und in seinem Garten blühten die prächtigsten Blumen. Das Haus von Frau Unglück war hingegen grau und düster und ihr Garten glich einer Wüste. Zu Beginn wehrte sich Frau Unglück gegen die wuchernden du aussamenden Blumen von Herrn Glück. Dies gelang aber hinten und vorne nicht und irgendwann war das Haus von Frau Unglück genauso farbig wie jenes von Herrn Glück und ihr Garten blühte ebenfalls in den schönsten Farben.
Danach wurde die Geschichte in die Praxis umgesetzt. Aus Erde, Sand, Katzenstreu und Blumensamen haben die Kinder Samenbomben „gebaut“. Alle Familien und auch die Helferinnen und Helfer durften am Ende des Tages so eine Bombe mit nach Hause nehmen. Wir wurden quasi ausgesandt, in düsteren Ecken unseres Quartiers oder Dorfs für blühende Freude zu sorgen.

Während die Kinder gut umsorgt und beschäftigt waren, haben sich die Eltern unter sich getroffen. Christine Bütikofer hielt zwei Referate zum Thema «Achtsamer Umgang mit mir selbst und meinen Mitmenschen gegenüber». Einer ihrer Merksätze lautete: «Von der Autobahn auf den Wanderweg!“ Christine ermutigte uns, uns nicht nur vom Alltag treiben zu lassen, sondern ganz gezielt auf der Autobahn die Ausfahrt zu nehmen und uns auf den Wanderweg zu begeben. Das braucht Mut! Die Energie der Achtsamkeit entsteht, wenn wir uns dem was wir gerade erleben, bewusst zuwenden. Achtsamkeit lässt sich mit einem Muskel vergleichen, den wir trainieren sollen. Am Nachmittag erzählte uns Christine die Geschichte von Zachäus. Als Zöllner war Zachäus unbeliebt und isoliert. Viele Zollgänger fühlten sich betrogen, weil er den Leuten zu viel Geld verlangte. Auch Zachäus fuhr Vollgas auf der Autobahn und verpasste das Leben. In der Begegnung mit Jesus erkennt er sein falsches Handeln. Er übernimmt Verantwortung und ändert sein Leben.
Auch wir dürfen dazu stehen, dass nicht immer alles rund und in gesunden Bahnen läuft. Jesus sieht mich und ich kann jederzeit mein Handeln korrigieren, die Autobahnausfahrt nehmen und den Wanderweg beschreiten.

Während die Eltern noch ungestört über ihr Erleben von Achtsamkeit austauschten, waren die Kinder draussen unterwegs. Nach einer herausfordernden Schnitzeljagd gab es noch eine tolle Überraschung. Vor dem Gemeindezentrum standen Kessel mit Seifenwasser sowie Seilschlaufen und andere Utensilien, um riesige Seifenblasen entstehen zu lassen. Grosse Kugeln und sogar Schlangen schwebten über unseren Köpfen, bis sie lautlos zerplatzen und den einen oder anderen schon mal für die abendliche Dusche einseiften.
Mit strahlenden Augen sowie neuen Erlebnissen und Erkenntnissen liessen wir den Tag bei Kaffee und Kuchen gemütlich ausklingen. Vielen herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern, dem tollen Küchenteam, das uns ein feines Zmittag zubereitete, und auch den Spenderinnen und Spendern, die diesen Tag möglich gemacht haben.

Infos zum Artikel

Unsere Referentin

Christine Bütikofer, Sozialpädagogische Beraterin

Beratungsdienst Hoffnung

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